18. August 2021

Sexualisierte Gewalt und Ratswahl im Mittelpunkt der EKD-Synode


Auf der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im November werden das Thema sexualisierte Gewalt und die Neuwahl des Rates als zentrale Punkte auf der Tagesordnung stehen. Die Tagung des Kirchenparlaments soll vom 4. bis 10. November als Präsenzsitzung in Bremen stattfinden.

Die Neuwahl des 15-köpfigen EKD-Rats, einem von drei Leitungsgremien der EKD, findet demnach am 9. November statt, die Wahl des oder der neuen Vorsitzenden soll am Folgetag erfolgen. Zuvor sollen die Kirchenparlamentarier am 8. November drei Stunden über sexualisierter Gewalt in der Kirche debattieren.

An der Synodentagung sollen sich auch Betroffene sexualisierter Gewalt beteiligen, hieß es. So seien alle Mitglieder des Betroffenenrates eingeladen worden, auf der Synode Stellungnahmen zum Bericht des Beauftragtenrates der EKD zum Schutz vor sexualisierter Gewalt abzugeben. „Die Auseinandersetzung mit den Anliegen der Betroffenen ist uns ein wichtiges Bedürfnis“, sagte Synodenpräses Anna-Nicole Heinrich.

Der Betroffenenrat war im Mai seitens der EKD ausgesetzt worden, nachdem zuvor mehrere Mitglieder das Gremium verlassen hatten. Die verbliebenen Mitglieder hatten das Vorgehen als intransparent kritisiert. Die EKD hatte erklärt, an der Betroffenenbeteiligung festhalten zu wollen.

Eine Podiumsdiskussion soll den Themenschwerpunkt abrunden. Geplant sei ein Podiumsgespräch mit externen Experten, kirchlichen Vertreterinnen und Vertretern sowie Betroffenen, hieß es.

epd





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