02. September 2019

Rebecca John Klug ist Landespfarrerin für das Projekt Erprobungsräume


Die Evangelische Kirche im Rheinland hat Rebecca John Klug (35) als Landespfarrerin in die Projektstelle „Gemeindeformen/Erprobungsräume“ berufen. Die beim Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung in Wuppertal angesiedelte Projektstelle hat damit ihre Arbeit aufgenommen.

Sie ist Teil eines Programms zur Förderung innovativer Initiativen, die insbesonders denjenigen Glaubensräume eröffnen, die mit Kirche bisher wenig in Kontakt sind. Die Landessynode hatte dazu im Januar 2019 ein Programm mit einem Volumen von insgesamt zwölf Millionen Euro an Finanz- und Personalmitteln für die kommenden zehn Jahre aufgelegt.

Ergänzende Ausdrucksformen des Glaubens erforscht

Die gebürtige Lüdenscheiderin Rebecca John Klug studierte Evangelischen Theologie in Bochum, Greifswald und Wuppertal und absolvierte ihr Vikariat im Essener Weigle-Haus sowie in der Evangelischen Kirchengemeinde Königssteele zu Essen-Steele. Für den Probedienst ging sie zur Jugendkirche Düsseldorf. Ab 2016 hat sie als Pfarrerin in Essen die kirchliche Initiative raumschiff.ruhr gegründet und aufgebaut. Ergänzende Ausdrucksformen des Glaubens ist auch das Thema ihrer Doktorarbeit, die sie in diesem Jahr an der Theologischen Fakultät in Greifswald erfolgreich abgeschlossen hat.

Kirchenentwicklung ist auch ein spiritueller Prozess

„Kirchenentwicklung kann aus meiner Perspektive nur dort gelingen, wo Menschen mit Verantwortung für Bewährtes und Neues gemeinsam und offen unterwegs sind“, sagt sie zu den Chancen, neue Formen des Kircheseins erfolgreich zu gestalten. „Das ist nicht nur ein struktureller, sondern ebenso auch ein spiritueller Prozess“, so John Klug weiter.

Zeitgemäßer Raum für religiöse Bedürfnisse

Im Projekt „Erprobungsräume“ geht es um ergänzende Formen kirchlichen Lebens, die zusätzlich zur traditionellen Wohnortgemeinde oder zu speziellen Diensten wie der Krankenhausseelsorge, entstehen, um Menschen einen zeitgemäßen Raum für ihre religiösen Bedürfnisse zu schaffen. Die beschlossenen Fördermittel für Erprobungen sind Anschubfinanzierungen. Initiatorinnen und Initiatoren können sowohl beruflich als auch ehrenamtlich Mitarbeitende sein, Initiativen, Verbände, oder auch Kirchenmitglieder, die sich in den vorfindlichen Kirchengemeinden nicht beheimatet fühlen. Für all jene, die eine Idee haben oder Bedarfe sehen, steht Rebecca John-Klug fortan beratend, begleitend und vernetzend zur Verfügung: „Ich freue mich, wenn das Projekt Erprobungsräume Lust weckt, Neues zu wagen und sich die Ideen gegenseitig beflügeln und Mut machen“, sagt sie.





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