30. März 2019
Barbara Wehlen-Leibrock zu einem aktuellen Thema:

"Mach doch mal Autofasten"


Ina liebte ihr Auto. Immer wenn es irgendwie ging, nahm sie das Auto. Ob es darum ging Briefmarken zu kaufen oder nur ein Brot. Ina war unterwegs. „Ohne dein Auto bist du verloren“ witzelte ihre Familie.

Ina wollte gerade losfahren, als es anfing zu stürmen. Die Bäume schwankten bedrohlich und es regnete ohne Unterlass. Ina setzte sich ins Wohnzimmer und schaute nach draußen. Beim letzten Sturm war ein Baum umgefallen und lag quer über der Straße. Die Feuerwehr kam und musste den Baum zerlegen, erst dann war die Straße wieder frei. Ina konnte sich nicht erinnern, dass es früher auch so gestürmt hatte. Klimaveränderung war wohl das Stichwort. Warum wurde dieses Thema nicht einheitlich von der Politik als Thema Nr. 1 angegangen?  Aber was tat sie eigentlich für die Umwelt?

 „Mach doch mal Autofasten, ist doch sowieso Fastenzeit.“ rief ihr Mann. „Ganz bestimmt nicht, wer bin ich denn?“ erwiderte Ina „Schaffst du auch gar nicht“, rief er. „Ich mach dir einen Vorschlag. Für jede Fahrt, auf die du verzichtest, gibt es einen Punkt. Für 10 Punkte schenk ich dir eine Rose“.  Was soll man sagen, der Zweck heiligt die Mittel. Ina ging zu Fuß, nahm das Fahrrad, fuhr Bus und Bahn. Am Anfang maulte sie, wenn sie bei Wind und Wetter zu Fuß unterwegs war, aber das legte sich. Sie wusste, es war nur ein kleiner Beitrag, aber der Verzicht war ihr die Umwelt wert. Denn diese Erde mit seinen Lebewesen und Pflanzen war ein perfektes Ökosystem, das das Zeug zur Ewigkeit hatte. Dazu wollte sie auch ihren Beitrag leisten. Das Autofasten, das blieb auch nach der Fastenzeit. Das mit den Rosen übrigens auch. Ohne Motivation geht eben nix.





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