02. März 2019
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Leben - wovon


Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. So beginnt die Tageslosung. Und erinnert mich an die immer neu aktuelle Frage: Wovon lebe ich denn wirklich?

Unser Vers beantwortet die Frage recht einfach: Von allem, was von Gott kommt. Ich muss zugegeben, die Antwort befriedigt nicht völlig.

Allein vom Brot leben: Das würde bedeuten. Ich bin satt, mein Körper bekommt das, was er braucht, um zu existieren. Und das ist ja schon viel wert in einer Welt, in der immer noch viele Menschen nicht satt werden.

Und trotzdem ist Leben mehr. Leben, das ist auch Begegnung, Leben ist Freundlichkeiten austauschen, miteinander feiern und miteinander streiten. Leben ist laut werden und leise werden. Leben ist Reden und Zuhören. Leben ist Genießen und Freude bereiten. Und ich glaube, dass es noch viel mehr gibt, was Leben ausmacht. Dinge, die unabhängig davon sind, ob ich körperlich satt bin.

Und solches Leben kann damit beginnen, dass ich hinhöre, was Gottes Willen in meinem Leben ist. Dann sehe ich vielleicht, wieviel schöne Dinge des Lebens am Rande meines Weges auf mich warten, nichts kosten aber doch so unendlich viel wert sind. Dann entdecke ich vielleicht auch den Wert der Schneeglöckchen und Krokusse, die mich anlachen. Dann entdecke ich auch den Wert eines Lächelns oder einer lieben Geste. Den Wert des gemeinsamen Lachens und des gemeinsamen Weinens.

Dann wird vielleicht auch meine Seele satt

 

Losung für Samstag, den 2.3.2019:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht. 5.Mose 8,3

Jesus spricht: Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Johannes 6,63

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Gebet (892):

Gott,

wir danken dir

für das Zusammensein

für die Zeit, die wir füreinander haben

für die Worte und Gefühle, die uns verbinden

Wir danken dir

für Speise und Trank

für alles, was uns am Leben erhält

für die Lust, mit der wir essen und trinken

Wir danken dir

für dieses Mahl

für den Bund, den du mit uns geschlossen hast

für die Ahnung, dass du mit uns am Tisch sitzt

 





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