07. August 2021
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Hau richtig drauf …


… am besten auf die Kameltreiber. So könnte ich manche ‚Leistungen‘ deutscher Betreuer bei olympischen Spielen kommentieren. Ein bisschen sarkastisch vielleicht, aber nicht ohne Rechtfertigung. So haben sich wirklich manche benommen. Kein Anstand? Das womöglich auch. Denn erste Reaktionen zeigen auch kein Schuldbewusstsein. Ein Betreuer beim Radfahren wies daraufhin, dass er ja auch privat Nordafrikaner kenne und darum könne seine Bemerkung auf keinen Fall diskriminierend sein. Und die Trainerin beim Modernen Fünfkampf (Entschuldigung, aber der heißt wirklich ‚modern‘) fand, das macht dem Pferd ja wirklich nichts, wenn die Reiterin mal kräftig draufhaut. Manches ist wirklich widerlich.

Aber woher kommt das? Ist es vielleicht ein Spiegel unserer Gesellschaft? Oder nur einzelne verirrte Menschen?

Ich weiß es nicht. Aber vielleicht muss ich bei mir selbst suchen. Welche Begriffe verlassen meinen Mund, wenn ich unter Stress stehe, wenn ich keine Zeit habe darüber nachzudenken, ob ich das wirklich sagen wollte, ob es wirklich zu mir passt.

Ich mag darum Menschen nicht verurteilen, selbst wenn sie Dinge sagen oder tun, die durch nichts zu rechtfertigen sind. Ihr Tun bleibt falsch, aber es bleibt für mich eine Ermahnung, dass ich noch viel tun muss, um wirklich zu einer mitmenschlichen Einstellung zu kommen. Da gibt es noch viel zu tun. Ich will anfangen.

Auch wenn ich nicht mit Robert Habeck mein ‚großes Indianerehrenwort‘ darauf geben möchte.

 

 Losung für Samstag, den 7.8.2021:

Wer ist bereit, dem HERRN heute eine Gabe zu bringen? 1.Chronik 29,5

Jeder gebe, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat, ohne Bedauern und ohne Zwang. 2.Korinther 9,7

 

Im Gesangbuch steht ein Gebet (eg 922):

Jesus Christus,

du mutest uns zu,

Spannungen und Konflikte auszuhalten.

Du kennst uns:

wie empfindlich wir sind,

wie leicht wir aufgeben,

wie oft wir Versuchungen erliegen.

Stärke uns, damit wir standhalten.

Bewahre uns vor falschem Eifer,

vor Eigensinn und blindem Zorn.

Lass uns deinen Frieden spüren.

Sei mit uns in allen Stunden dieses Tages.

 





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