30. August 2021

Flutkatastrophe: Kirche schätzt Schäden auf fast 20 Millionen Euro


Die Überschwemmungen vom 14./15. Juli 2021 haben Sachschaden in Höhe von voraussichtlich fast 20 Millionen Euro an und in kirchlichen Gebäuden in der Evangelischen Kirche im Rheinland angerichtet.

Diese Zahl nennt Dr. Johann Weusmann, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland. „Mit aller Vorsicht und in aller Vorläufigkeit“, wie er betont.

„Nach einer ersten Bestandaufnahme schätzen wir in Rheinland-Pfalz die Schäden an den kirchlichen Liegenschaften sehr vorsichtig auf ungefähr 2,3 Millionen Euro“, so der leitende Jurist der Evangelischen Kirche im Rheinland. Deutlich höher fällt die Schadensschätzung für die nordrhein-westfälischen Bereiche der rheinischen Kirche aus: „Dort sind zahlenmäßig mehr Gemeinden von den Überflutungen betroffen“, sagt Weusmann. „Hier rechnen wir derzeit mit einer Gesamtsumme von etwa 16 Millionen Euro.“ Dabei reicht die Spannweite der Schäden von überfluteten Kellern über zerstörte Gemeindebüros und völlig durchnässte Archive bis hin zu schwer beschädigten Kirchengebäuden. „Aus manchen Orten haben wir allerdings noch gar keine belastbaren Zahlen. Auch beschädigtes oder zerstörtes Inventar ist möglicherweise noch nicht überall erfasst und kalkuliert“, so Weusmann. Zu den Gebäudeschäden kommt noch der Schaden an Archivgut der Kirchengemeinden. Die Urkunden, Akten und Bücher müssen gefriergetrocknet und restauriert werden. So summieren sich die Schäden – Erkenntnisstand heute – auf insgesamt fast 20 Millionen Euro.

Hinzu kommen beträchtliche Schäden an Gebäuden der Diakonie Diese Summe spiegelt aber nur die erste überschlägige Berechnung der Schäden an insgesamt 107 Gebäuden wider, die zu Kirchengemeinden und Kirchenkreisen der rheinischen Kirche gehören. Unter den betroffenen Gebäuden sind 17 Kirchen, 28 Gemeindehäuser, 13 Kindertageseinrichtungen, drei Bildungsstätten und zahlreiche Pfarr- und Wohnhäuser. „Zu den fast 20 Millionen Euro bei uns kommen noch beträchtliche Schäden, die an Kindertageseinrichtungen, Alten- und Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Gebäuden entstanden sind, die sich in Trägerschaft diakonischer Einrichtungen befinden“, sagt Johann Weusmann. Hier werde es angesichts der Vielzahl betroffener Gebäude noch dauern, bis die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe belastbare Zahlen nennen könne.





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