29. November 2019

Ein neues Kirchenjahr beginnt


„Muss man das alles glauben?“, frage einmal eine Konfirmandin, die die Aufgabe bekommen hatte, das Glaubensbekenntnis auswendig zu lernen. Ich antwortete mit einem Vergleich: Für mich ist das Glaubensbekenntnis so etwas wie ein Fitnessstudio.

 Dort gibt es unterschiedliche Geräte, mit denen ich meine Muskeln trainieren kann. An manchen fällt mir das Training leicht, an anderen muss ich mich ganz schön abquälen. So ist das mit dem Glaubensbekenntnis auch. Manches fällt mir leicht und anderes ist und bleibt eine echte Herausforderung. Über diesen Vergleich haben wir dann noch weine Weile diskutiert. Auf dem Weg nach Hause fiel mir ein weiterer Vergleich ein: Wenn das Glaubensbekenntnis, das wir in fast jedem Gottesdienst sprechen, so etwas wie ein Fitnessstudio für den Glauben ist, dann könnte das Kirchenjahr der Trainingsplan sein. Ein Trainingsplan ist dazu da, das Training sinnvoll aufzubauen, damit es effektiv ist und mich nicht über- oder unterfordert. So ist es mit dem Kirchenjahr auch: Im November waren die Stationen dran, in denen es darum ging, was nach dem Tod kommt. Die Advents- und Weihnachtszeit führt uns zu anderen Trainingsstationen: Was bedeutet: „geboren von der Jungfrau Maria“? Was will oder kann mir das sagen? Darüber könnte man im Advent nachdenken und mit anderen Trainingspartnern ins Gespräch kommen.

Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit: Ein neues Kirchenjahr beginnt – mit ganz vielen Gelegenheiten, den Glauben und das Nachdenken darüber zu trainieren. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und eine gesegnete Adventszeit.  





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