13. Oktober 2019
Michael Hilka, Pfr. zu einem aktuellen Thema:

Das Navi


In den Sommerferien fuhren wir mit Jugendlichen in eine Freizeit in die Bretagne. Auf dem Weg dorthin mussten wir auch an Paris vorbei. Die Autobahn war heillos verstopft, so dass wir das Navi anschalteten und nach einer alternativen Route suchten.

Gesagt - getan - Navi an - runter von der Autobahn. Allerdings hatte ich so meine Zweifel, ob das Navi wirklich wusste, was es machte. Es lotste uns nach links, nach rechts, dann wieder geradeaus und andersherum. Wir fuhren über breite Straßen und durch verkehrsberuhigte Spielstraßen mit Kopfsteinpflaster. Und dann wieder nach links, nach rechts und geradeaus. 
 
Irgendwie dachte ich immer wieder: „Das Navi muss falsch programmiert sein. Das kann nicht stimmen!“ - und nach einer Stunde waren wir tatsächlich wieder auf der Autobahn und konnten unsere Fahrt auf der geplanten Route fortsetzen. Das Navi hatte also doch recht.
 
Ich glaube, dass Gott auch in uns so eine Art Navi „eingebaut“ hat. Die einen nennen es Gewissen, die anderen innere Stimme oder Bauchgefühl. Auf jeden Fall gibt es etwas, das uns sagt, ob wir auf dem richtigen Weg sind oder nicht. Und darauf lohnt es sich, zu hören. Allerdings müssen wir ehrlich zu uns sein und dürfen die Stimme in uns nicht zum Schweigen bringen. 
 
Das Navi lotste uns sehr gut durch Paris. Ich bin froh, auf die nette Stimme aus dem Lautsprecher gehört zu haben. Und genau so möchte ich auch auf das Navi in mir hören, durch das Gott mir die Richtung zeigt.
 
Gott spricht: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen,
den du gehen sollst.“ (Psalm 32,8a)
 

Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen
Michael Hilka, Pfr.
Vorsitzender des Presbyteriums
66538 Neunkirchen
Telefon: 06821-8530




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