27. September 2019

Bahnhofsmission in Deutschland feiert 125jähriges Bestehen


Rund 600 Ehrengäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft feiern das 125jährige Jubiläum der Bahnhofsmission am Ostbahnhof in Berlin, dem Gründungsort 1894, der damals noch "Schlesischer Bahnhof" hieß. Dabei gratulieren die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschland.

"Die Bahnhofsmission zeigt, wie eine offene Gesellschaft funktionieren kann. Bahnhöfe sind zentrale Knotenpunkte im Netz unserer mobilen Gesellschaft, an denen auch die sozialen Aufgaben unserer Zeit in besonderer Weise sichtbar werden. Es ist wunderbar, dass sich Helferinnen und Helfer aus ihrem Glauben heraus in den Dienst nehmen lassen, Menschen auf Reisen, in akuten Nöten und in existenziellen Notlagen zu begleiten", ehrt Pfarrer Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, alle Engagierten.

Auch Caritas-Präsident Prälat Dr. Peter Neher würdigt die Arbeit der Bahnhofsmission: "Die Bahnhofsmission rückt diejenigen Menschen in den Mittelpunkt, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Es ist ein wertvolles Gut für unsere Gesellschaft, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmission seit 125 Jahren einfach da sind. Sie helfen Menschen und öffnen Türen an den Umsteigeplätzen und Abstellgleisen des Lebens. Danke."

Die Bahnhofsmissionen seien ein wichtiger Teil der Arbeit von Caritas und Diakonie, weshalb sie sich auch in Zukunft der Unterstützung der kirchlichen Dachverbände sicher sein könnten, betonen die beiden Präsidenten. 


Gedenktafel erinnert an die Anfänge

Eine neue Gedenktafel  am Ostbahnhof erinnertkünftig an die Anfänge der Bahnhofsmission. Diese wird im Rahmen der Feierlichkeiten enthüllt. Die auf Initiative von Pastor Johannes Burckhardt gegründete erste Bahnhofsmission am Berliner Ostbahnhof half den zuwandernden jungen Frauen bei der Arbeitssuche und bot ihnen Unterstützung. Bereits 1910 schlossen sich evangelische und katholische Bahnhofsmission als eine der ältesten ökumenischen Initiativen zu einer Arbeitsarbeitsgemeinschaft zusammen. Rund 2.000 ehrenamtliche und 400 hauptamtliche Mitarbeitende sichern die vielfältigen Hilfen der Bahnhofsmission heute. Gerade die ehrenamtliche Arbeit war von Beginn an eine große Kraftquelle der Bahnhofsmission. Diese helfen assistenzbedürftigen Reisenden und begleiten allein reisende Kinder, damit sie wohlbehalten am Zielort ankommen. Sie helfen obdachlosen oder kranken Menschen und bieten Soforthilfe für alle, die sich in einer Notlage befinden.

 Bahnhofsmission Saarbrücken

Auch die Bahnhofsmission am Eurobahnhof in Saarbrücken wird gemeinsam von Diakonie und Caritas getragen. Rund 5000 Stunden im Jahr sind die 28 Ehrenamtlichen der Saarbrücker Bahnhofsmission auf den Bahnsteigen unterwegs, helfen Menschen mit Behinderungen beim Ein- und Aussteigen, geben Ortsfremden schnelle Informationen und kümmern sich um Bedürftige, die anklopfen. Im Jahr 2018 hatten die Mitarbeitenden Kontakte zu über 13.000 Menschen.

 

 


 Bahnhofsmission

Geöffnet: 
Montag bis Freitag, 8-18 Uhr,
Samstag, 8-13 Uhr


Hauptbahnhof Saarbücken Gleis 5-12
66111 Saarbrücken
Telefon: 0681 31850
Telefax: 0681 91032174




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