03. März 2020

Am 1. März wurden in Evangelischen Gemeinden im Saarland die Leitungsgremien neu gewählt


Über ein Viertel der Wahlberechtigten haben bei den Presbyteriumswahlen am 1. März in der Evangelischen Kirchengemeinde Schafbrücke ihre Stimme abgegeben. Mit 27,4 Prozent war die Gemeinde damit der Spitzenreiter im Saarland, direkt gefolgt von der Kirchengemeinde Dirmingen mit 25,7 Prozent.

Ein schöner Erfolg. „Leider ist es nicht überall gelungen, so viele Gemeindeglieder an die Urne zu bekommen“, sagt Christian Weyer, Superintendent im Kirchenkreis Saar-West. Vor allem im städtischen Bereich sei die Bindung der Mitglieder an ihre Gemeinde nicht so hoch.  


Insgesamt wurden im Saarland rund 450 Presbyterinnen und Presbyter für die nächsten vier Jahre neu bestimmt. Sie geben ihrer Gemeinde nun für die nächsten vier Jahre Gesicht und tragen große Verantwortung, indem sie Schwerpunkte und Aufgaben der Gemeindearbeit festlegen sowie über Finanzen und Personal entscheiden. Zudem wählen sie aus ihrer Mitte, Abgeordnete für die Kreissynoden, die über alle wichtigen Fragen und Entwicklungen in den Kirchenkreisen entscheiden. 


Nicht überall war es gelungen, genügend Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, um eine Wahl auszurichten. In den meisten Fällen gab es dennoch genauso viele Meldungen, wie für die Besetzung des Presbyteriums nötig waren. Dort wurden die Presbyterinnen und Presbyter in Gemeindeversammlungen vorgestellt und gelten damit als gewählt. „Auch wenn es derzeit in vielen Gemeinden schwierig ist, Ehrenamtliche zu finden, die bereit sind, sich für vier Jahre verpflichten zu lassen, halten wir an dem Prinzip der Wahl fest“, sagt Markus Karsch, Superintendent des Kirchenkreises Saar-Ost. „Wir sind keine Bischofskirche, wo von oben nach unten bestimmt wird“. Gerade in Zeiten der Demokratiefeindlichkeit, sei die Wahl sehr wichtig.    


Im Kirchenkreis Saar-West wurde in Brebach-Fechingen, Güchenbach, Kölln, Lebach-Schmelz, Merzig, Saarlouis, Schafbrücke, St. Arnual, St. Johann und Völklingen-Warndt gewählt. Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 12,9 Prozent. Das ist eine Steigerung von 2,9 Prozent gegenüber von 2016. In den Leitungsgremien im Kirchenkreis Saar-West haben die Frauen weiterhin die Mehrheit: Gewählt wurden 142 Frauen und 113 Männer.  


Im Kirchenkreis Saar-Ost wurde in Dirmingen, Neunkirchen und Niederlinxweiler gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 15,4 Prozent. Das ist eine Steigerung von 3,3 Prozent gegenüber 2016.


Die beiden Superintendenten gratulieren allen, die nun gewählt wurden. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, fast überall wieder genügend Menschen zu finden, die bereit sind für vier Jahre Verantwortung zu übernehmen und so die Geschicke unserer Kirche mitzugestalten“, sagt Weyer.





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