03. August 2019
Michael Schäfer zu einem aktuellen Thema:

Alles bekloppt?


Was ist eigentlich los in der Welt? Kriegsgefahr rund um den Iran, seltsame Regierungschefs in USA, UK und anderswo, ein Kind wird vor einen Zug geschubst, ein Mensch mit dem Schwert ermordet. Oder werde ich nur empfindlicher?

Dass es irgendwo im Nahen Osten brennt, ist eigentlich seit 100 Jahren Normalität. Und spätestens seit Nero gab es auch immer eigenartige Herrscher. Und widerliche Gewaltverbrechen sind auch keine Erfindung unserer Tage.

Vielleicht bin ich ja auch Teil einer verwöhnten Generation. Kriege passieren woanders. Ich bin geboren und aufgewachsen in einer demokratischen Gesellschaft, die sich immer mehr festigte und Gestalt gewann, in der man gemeinsam auch Krisen aushielt, auch Gewaltserien wie den RAF-Terror, den Kindermörder Jürgen Bartsch, den Gewaltverbrecher Fritz Honka. Und diese Gesellschaft verändert sich seit etlichen Jahren radikal. Die elektronischen Medien erlauben immer mehr Individualität – und wir nutzen sie. Wir erhalten immer mehr Informationen über alles und selektieren immer genauer, was wir wissen wollen und wie wir es verarbeiten.

Ich weiß keine gute Antwort, wie wir damit umgehen können. Ich habe nur die Hoffnung, dass wir lernen mit unseren Möglichkeiten umzugehen, dass wir nie aufgeben, unsere Welt besser zu machen. ein Anfang könnte sein, dass wir stärker einander wahrnehmen, dankbar für alles Gute, dem wir begegnen. Das wir auf Menschen zugehen und es zulassen, dass Andere auf uns zugehen. Auch dabei können die neuen Möglichkeiten eine Hilfe sein. Auch sie sind nur ein Werkzeug, dass Menschen mit Verstand so benützen können, dass es hilft, dass Leben gelingt.

 

Losung für Samstag, den 3.8.2019:

So hört nun, ihr, die ihr ferne seid, was ich getan habe, und die ihr nahe seid, erkennt meine Stärke! Jesaja 33,13

Gott hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8,32

 

Im evangelischen Gesangbuch steht ein Kindergebet (eg 914):

Lieber Gott,

weil du uns liebst, darum leben wir.

Jeden von uns hast du gern, auch mich.

Du hast uns viele Fähigkeiten gegeben.

Der eine kann dies und die andere das.

Die eine rechnet schnell, der andere zeichnet schön.

Ein anderer kann gut schreiben,

die nächste erzählt spannend,

und wieder ein anderer ist ein prima Freund.

Niemand von uns kann alles gleich gut,

auch die großen Leute nicht.

Wir wollen uns deswegen

gegenseitig helfen und unterstützen.

Mach uns Mut dazu!

 





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