29. Mai 2017

120.000 Teilnehmende feierten Festgottesdienst in Wittenberg


120.000 Teilnehmende feierten auf den Elbwiesen in Wittenberg den Festgottesdienst "Von Angesicht zu Angesicht". Mit dem Gottesdienst fand der Kirchentag im Reformationsjubiläumsjahr seinen Abschluss. Gleichzeitig wurde der Reformationssommer in Wittenberg eröffnet.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beim Grußwort die Christen zu noch mehr Gemeinschaft ermutigt. "Es hat sich gelohnt, den Festgottesdienst in Wittenberg zu feiern", sagte die Botschafterin für das Reformationsjubiläum Margot Käßmann, "auch wenn es organisatorisch ein riesen Aufwand war." "Diese große Versammlung zu erleben, war eindrucksvoll", so der Geschäftsführer des Vereins Reformationsjubiläum 2017 Hartwig Bodmann. "Alle sind gekommen, obwohl sie einen weiten Fußweg zu den Elbwiesen bei heißen Temperaturen auf sich genommen haben. Hoffentlich hat es sich für alle gelohnt." Der Festgottesdienst auf den Elbwiesen im Süden von Lutherstadt Wittenberg war damit ein fulminanter Höhepunkt im Reformationssommer.

6.000 Blechbläserinnen und -bläser aus ganz Deutschland kamen, um den Gottesdienst musikalisch zu begleiten. Gerhard Robbers, Vorsitzender des Leitungskreises Reformationsjubiläum, betonte, dass nicht nach Zahlen geschaut wurde, sondern nach der Symbolkraft. Das 500-jährige Reformationsjubiläum unterscheide sich von den vergangenen Jubiläen. Es sei international und ökumenisch. Von Wittenberg aus schauten heute alle in die Welt und auf die Ökumene. Von Wittenberg aus wurde die Reformation in die Welt getragen. Um diese Wirkung gehe es beim Festgottesdienst - dem Abschlussgottesdienst der Kirchentage auf dem Weg und des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages.

Konzertbevollmächtigter der Deutschen Bahn Alexander Kaczmarek betonte, dass der Einsatz der Shuttle-Züge nach Wittenberg "wie am Schnürchen geklappt habe". Jeder Fahrgast hätte ein angenehmes Fahrgefühl gehabt, es hätte keine überfüllten Züge gegeben. Die Hälfte der Teilnehmenden des Festwochenendes sei auf den Schienen nach Wittenberg gefahren.

Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Torsten Zugehör, Lutherstadt Wittenberg, betonten, sie seien froh und dankbar, dass alles so erfolgreich verlaufen sei.



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